Online auf Fußball wetten in Österreich

Updated Oktober 2026
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Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes in der Morgendämmerung, Tau glitzert auf dem Gras.
Ein Fußballtor ist innen 7,32 m breit, die Unterkante der Querlatte liegt 2,44 m über dem Boden.
Inhaltsverzeichnis

Stand: 30 Oktober 2026 · geprüft anhand der jeweiligen Impressums- und Wettordnungsangaben der Anbieter.

Wer in Österreich online auf Fußball wetten will, sieht sich einer eigentümlichen Lage gegenüber: keine nationale Lizenz, keine bundesweite Sperrdatei, keine einheitliche Obergrenze für den Einsatz, dafür neun verschiedene Wettgesetze der Länder, eine Wettgebühr von 5 % seit April 2025 und ein Wettangebot, das offizielle Land-Bewilligungen neben reinen Offshore-Marken führt. Was auf den ersten Blick nach einer Bruchstelle aussieht, ist die Grundlage, auf der ein Wettschein hier entsteht — und auf der die folgenden Abschnitte aufbauen. Wer Quote, Wettsteuer und Bewilligung richtig liest, sieht die Bedingungen, unter denen eine Wette in Österreich wirklich zustande kommt.

Live-Wetten und Cash-out: Was sich beim Spielverlauf verschiebt

Wie Live-Quoten entstehen

Eine Live-Wette unterscheidet sich von der Vorab-Wette nur durch den Zeitpunkt der Quotenfestlegung. Solange das Spiel läuft, rechnet der Anbieter die Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Ausgangs anhand von Spielstand, Spielzeit und verbleibenden Szenarien neu — und drückt das Ergebnis in eine neue Quote. Das bedeutet praktisch: Wer bei 0:0 in der zwanzigsten Minute auf Heimsieg wettet, bekommt eine andere Quote als zur gleichen Partie vor dem Anpfiff. Das Spiel hat sich verändert, also die Wahrscheinlichkeit im Buchmacher-Modell auch.

Ein Rasenplatz bei Nacht unter Flutlicht, von einem Hang aus der Ferne gesehen, Dunst liegt über dem Spielfeld.
Fällt das Flutlicht aus, wird unterbrochen und nach meist 30 Minuten ohne Behebung des Fehlers abgesagt.

Die Quoten springen mit jedem Tor, mit jeder gelben Karte und mit jedem Spielerwechsel. Der Anbieter zeigt sie in Echtzeit an, der Wettkunde bestätigt innerhalb weniger Sekunden. Was sich daraus ergibt: Eine Live-Wette ist nie ein „Später-ist-besser“-Geschäft. Wer das Spiel verfolgt und die Quote zu einem Zeitpunkt nimmt, an dem sie das Risiko zu hoch ansetzt, gewinnt den Wert — wer sie nimmt, wenn der Anbieter gerade nachgezogen hat, zahlt nur den Momentaufnahme-Preis.

Was Cash-out tatsächlich macht

Cash-out ist eine Funktion des Anbieters, kein Markt. Der Buchmacher kauft dem Kunden die offene Wette zu einem selbst berechneten Preis ab, der in der Regel unter dem liegt, was die Wette bei vollem Ablauf wert wäre. Cash-out ist also ein vorzeitiger Ausstieg mit einem Abschlag.

Ein geschlossener Ordner und eine Füllfeder liegen auf einem hellen Schreibtisch neben einem Fenster, Morgenlicht, kein Text erkennbar.
Rechtsgrundlage für tipp3-Sportwetten ist das NÖ Wettgesetz vom 27.05.2020 (LGBl. Nr. 58/2020).

Was das für den Wettkunden bedeutet: Cash-out rechnet sich, wenn der weitere Spielverlauf unsicherer geworden ist, als der Buchmacher in seinem Cash-out-Preis annimmt. Cash-out rechnet sich nicht, wenn der Kunde den Ausgang ohnehin für sicher hält und der Buchmacher einen höheren Preis bietet als das Risiko rechtfertigt. Der Buchmacher behält in beiden Fällen seine Marge — Cash-out ist eine zweite Quelle derselben Marge.

Land-Recht: Was live erlaubt ist

Die Länder begrenzen die Live-Wetten unterschiedlich. Wien erlaubt nur Wetten auf das Teilergebnis oder das Endergebnis. Oberösterreich erlaubt Wetten auf ein numerisches Zwischen- oder Endergebnis oder darauf, wer das nächste Tor schießt. Für Niederösterreich ist die geltende Regelung zu Live-Wetten noch nicht abschließend in den Bedingungen der Anbieter fixiert — wer dort live wettet, sollte die spezifischen Bedingungen des Anbieters lesen, der die niederösterreichische Bewilligung nennt. Eine Live-Wette, die in einem Land erlaubt ist, kann in einem anderen gegen das Wettgesetz verstoßen — die Landesregelung zählt, nicht der Sitz des Anbieters.

Eine Hand hält ein Smartphone, von hinten fotografiert, auf einer leeren Stadiontribüne in der Dämmerung.
Auf win2day Sportwetten werden Einzelwetten, Kombiwetten und Langzeitwetten sowie Livewetten angeboten.

Prognose und Strategie: Warum kein Tipp sicher ist

Was eine Quote über Wahrscheinlichkeit sagt

Eine Quote ist die Umkehrung der impliziten Wahrscheinlichkeit: Eine Quote von 2,50 steht für rund 40 % Wahrscheinlichkeit, eine Quote von 1,25 für 80 %. Was sich daraus ergibt: Wer die Wahrscheinlichkeit eines Spielausgangs genauer einschätzt als der Buchmacher, findet eine Quote, die über dem liegt, was die eigene Schätzung verlangt — und genau dort liegt der Wert einer Wette. Wer die Quote schluckt, wettet gegen das Modell des Anbieters, nicht gegen die eigene Einschätzung.

Die Form, die aktuelle Torbilanz und die Bilanz der direkten Duelle geben Hinweise, keine Antworten. Ein Heimteam, das die letzten fünf Spiele gewonnen hat, gewinnt das nächste nicht mit Sicherheit. Statistik arbeitet mit Wahrscheinlichkeiten, nicht mit Versprechen. Wettkunden, die auf Form setzen, prüfen, ob der Buchmacher diese bereits eingepreist hat — eine niedrige Quote auf den Tabellenführer enthält die Form bereits im Preis.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Notizen und ein Bleistift liegen neben einem Taktikbrett ohne lesbare Schrift auf einem Holztisch.
Die erste Fußball-Weltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay mit 13 Mannschaften statt, Uruguay gewann.

Warum „heute sicher“ ein Trugbild ist

Tipps „für heute“, die in Foren und auf Sozialen Medien zirkulieren, sind entweder Modell-Ausgaben eines einzelnen Anbieters oder Meinungen. Beides lässt sich nicht verifizieren, ohne das Spiel zu kennen. Wer trotzdem danach wettet, wettet gegen eine fremde Einschätzung, deren Zustandekommen er nicht kennt.

Das ist die einzige ehrliche Regel: Wert entsteht nicht im Tipp, sondern im Verhältnis von Quote und eigener Wahrscheinlichkeit. Wer eine Quote sieht und seine eigene Schätzung darüber legt, sieht, ob der Preis passt. Wer die Quote sieht und sie nimmt, weil der Tipp „heute sicher“ klingt, hat das Verhältnis nicht geprüft — und zahlt dafür die Marge des Anbieters.

Sequenz: Wie eine Auswertung entsteht

Eine Wette beginnt beim Spiel, nicht bei der Quote. Der Wettkunde sieht das Spiel, schätzt die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs, vergleicht mit den Quoten des Anbieters und wettet dort, wo der Preis über der eigenen Schätzung liegt. Was sich daraus ergibt: Diese Sequenz lässt sich nicht abkürzen. Wer den ersten Schritt auslässt und direkt zur Quote springt, wettet ohne Modell. Wer den dritten Schritt auslässt und die Quote einfach nimmt, wettet gegen den Anbieter.

Wettarten und Quoten: Von 1X2 bis Handicap

Die Dreiweg-Wette als Grundmuster

Die häufigste Wettart im Fußball ist die Dreiweg-Wette auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg. Drei Ausgänge, drei Quoten, eine Marge des Anbieters, die in jeder der drei Quoten steckt. Was sich daraus ergibt: Wer auf ein Unentschieden wettet, akzeptiert, dass der Anbieter dieses Ergebnis am höchsten bewertet — die Quote ist im Vergleich zu Heim- und Auswärtssieg in der Regel am höchsten, aber die Marge, die der Anbieter darauf legt, ebenfalls.

Doppelte Chance fasst zwei der drei Ausgänge zusammen (Heimsieg oder Unentschieden, Auswärtssieg oder Unentschieden, Heimsieg oder Auswärtssieg). Die Quote sinkt, weil die Wahrscheinlichkeit steigt — und die Marge des Anbieters bleibt im Preis.

Über/Unter und Handicap

Über/Unter wetten auf die Anzahl der Tore im Spiel — über 2,5 Tore oder unter 2,5 Tore. Der Anbieter setzt die Grenze, der Wettkunde wettet darüber oder darunter. Handicap-Wetten geben einem Team einen virtuellen Vor- oder Rückstand, bevor das Spiel beginnt — Handicap 0:1 für die Heimmannschaft bedeutet, dass die Auswärtsmannschaft schon mit einem Tor „führt“, sobald der Wettschein gilt.

Was sich daraus ergibt: Über/Unter reagiert auf die Spielweise der beiden Mannschaften, Handicap auf das Kräfteverhältnis. Eine Wette auf über 2,5 Tore zwischen zwei offensiv starken Mannschaften bewertet das Modell des Anbieters anders als die gleiche Wette zwischen zwei defensiven. Handicap ist ein Werkzeug für Spiele, in denen ein klarer Favorit gegen einen klaren Außenseiter steht — die Quote auf den Favoriten allein ist kurz, mit Handicap wird sie länger.

Marge berechnen — ein Beispiel

Eine Marge lässt sich an einem Beispiel zeigen, das keine zitierten Quoten braucht. Eine typische 1X2-Wette bietet die Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg. Was sich daraus ergibt: Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt dann zwischen etwa 92 % und 94 %, die Marge entsprechend zwischen etwa 6 % und 8 % — je nach exakter Quotenkonstellation. Die Marge ist das, was der Anbieter von jedem Euro Einsatz im Schnitt einbehält; ein Wettkunde, der auf einem Markt mit 7 % Marge spielt, verliert langfristig 7 Cent pro Euro.

Die Bandbreite zeigt die theoretische Marge. Welche Marge ein Anbieter bei einem konkreten Markt einbehält, ist eine Entscheidung der Geschäftsführung — auf Unentschieden ist sie oft höher als auf klare Favoriten, auf Live-Märkten höher als auf Vorab-Wetten. Wer die Marge vergleichen will, prüft die Auszahlungsquote desselben Marktes über mehrere Anbieter.

Sportarten und Turniere: Was der Spielplan hergibt

Bundesliga, Cup und europäische Wettbewerbe

Der österreichische Spielplan ruft die Bundesliga, den ÖFB-Cup und die europäischen Wettbewerbe auf. Die Bundesliga läuft von Sommer bis Frühjahr, der Cup ist ein K.-o.-Wettbewerb, die europäischen Plätze werden über die Ligatabelle und den Cup vergeben. Was sich daraus ergibt: Wer auf österreichischen Fußball wettet, hat über weite Teile des Jahres ein volles Programm, in der Sommerpause ein dünneres.

International ruft der Spielplan Champions League, Europa League und Conference League, dazu die europäische WM-Qualifikation und die Länderspielpausen. Wettkunden, die auf europäische Wettbewerbe setzen, sollten die längeren Pausen zwischen den Spieltagen und den dichteren März-, April- und Mai-Block einplanen.

WM und EM: Wie ein Turnier den Markt verändert

Eine Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft verschiebt den Wettmarkt für mehrere Wochen. Der Anbieter erweitert das Wettprogramm um Gruppenphase, K.-o.-Runde, Torschützenkönig und Gesamtsieger. Was sich daraus ergibt: Die Zahl der Wetten steigt, die Zahl der Märkte pro Spiel auch — von der einfachen 1X2-Wette bis zur Wette auf den ersten Torschützen des Turniers.

Wetten auf den Gesamtsieger eines Turniers sind Langzeitwetten, die über Monate laufen. Die Quote auf eine Mannschaft sinkt mit dem Fortschreiten des Turniers — eine Mannschaft, die das Halbfinale erreicht, hat eine kürzere Quote als zu Beginn des Turniers. Was sich daraus ergibt: Wer auf den Gesamtsieger wettet, wettet auf die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Mannschaft das Turnier gewinnt, und auf das, was der Anbieter dafür verlangt. Die Quote enthält die Marge, und sie ändert sich mit jedem ausgeschiedenen Favoriten.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Anbieter Bewilligung in Österreich Betreiber laut Veröffentlichung
tipp3 NÖ Landesregierung, NÖ Wettgesetz Österreichische Sportwetten Gesellschaft m.b.H.
win2day NÖ Landesregierung, NÖ Wettgesetz Österreichische Lotterien Gesellschaft mbH
Admiral OÖ Landesregierung, Oö. Wettgesetz ADMIRAL Sportwetten GmbH
Merkur Bets Land-Bewilligung, nicht im Detail veröffentlicht nicht genannt
Vierklee Tiroler Landesregierung, Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz Vierklee Wettbüro GmbH
Starsportwetten Land-Bewilligung, nicht im Detail veröffentlicht Star Sportwetten GmbH
Bets.io ohne österreichische Bewilligung nicht genannt
Hahaspin ohne österreichische Bewilligung nicht genannt
Tiki Taka ohne österreichische Bewilligung nicht genannt
Slotuna ohne österreichische Bewilligung nicht genannt

Was sich aus dieser Übersicht ergibt: Die ersten sechs Anbieter nennen eine Land-Bewilligung, die letzten vier nicht. Die Land-Bewilligung bedeutet, dass der Anbieter unter dem Wettgesetz eines Bundeslandes steht — mit den Regeln dieses Landes zu Einsatzlimits, Live-Wetten und Spielerschutz. Die vier Anbieter ohne österreichische Bewilligung laufen unter einer ausländischen Lizenz, die keine österreichische ist: keine österreichische Behörde führt Aufsicht über das Produkt, keine österreichische Sperre greift dort. Welche dieser Marken für welchen Wettkunden die richtige ist, hängt davon ab, welche Regeln er akzeptiert und welche Limits er braucht.

tipp3: Land-Bewilligung und Wettgebühr-Regel

tipp3 ist die Sportwetten-Marke der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien. Der Anbieter nennt eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung nach dem NÖ Wettgesetz, Bescheid vom 10.12.2020 mit der Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020. Die Wettgebühr von 5 % auf jeden Einsatz, die seit dem 1. April 2025 gilt, trägt tipp3 nach eigener Angabe bei verlorenen Wetten selbst; bei gewonnenen Wetten werden 5 % des Gewinns abgezogen. Das bedeutet: Wer bei tipp3 verliert, zahlt keine Wettgebühr extra; wer gewinnt, gibt ein Zwanzigstel seines Gewinns ab.

Das Wettprogramm umfasst Vorab- und Live-Wetten auf Fußball und andere Sportarten. Bei der Selbstsperre bietet tipp3 1, 2 oder 3 Jahre, bei der Spielpause 1, 3 oder 6 Monate — beide sind nach dem Start nicht aufhebbar, das Guthaben wird bei der Selbstsperre auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen. Dieser Anbieter richtet sich an Wettkunden, die mit einer österreichischen Land-Bewilligung wetten und die Wettgebühr-Regel akzeptieren. Die Bedingungen bei Selbstsperre und Spielpause sind klar definiert.

win2day: Bundesland-Bewilligung und eigene Einzahlungslimits

win2day Sportwetten ist der Sportwetten-Teil der Österreichischen Lotterien Gesellschaft mbH und nennt eine Bewilligung der Niederösterreichischen Landesregierung. Wichtig zu trennen: Die Lotterie- und Casino-Spiele von win2day laufen unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession, die Sportwetten unter dem NÖ Wettgesetz — zwei Regime, die nicht zusammenfallen. Wer bei win2day wettet, wettet nur über den Sportwetten-Teil unter dem NÖ Regime.

Die Einzahlungslimits sind eigene Regeln des Anbieters: Bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche, ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat, auf Antrag erhöhbar. Gewinne zählen nicht zum Limit. Was sich daraus ergibt: Das Wochenlimit ist für jüngere Wettkunden eng, das Monatslimit für ältere großzügig. Wer über das Limit gehen will, muss es beantragen — was der Anbieter prüft, bevor er es erhöht.

Das Wettprogramm umfasst Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten sowie Live-Wetten, Fußball, Eishockey, Tennis, Handball und Formel 1. Win2day richtet sich an Wettkunden, die mit einer heimischen Konzession wetten und klare Einzahlungsregeln schätzen. Die Trennung zwischen Lotterie/Casino und Sportwetten ist ein wesentlicher Punkt.

Admiral: Bewilligung Oberösterreich und Marke mit Geschichte

Admiral gehört zur ADMIRAL Sportwetten GmbH mit Sitz in Gumpoldskirchen und war Teil der Novomatic-Gruppe. Das Unternehmen wurde von Walter Grubmüller gegründet und war zwischen 2001 und 2006 an der Wiener Börse notiert. Die Bewilligung nennt der Anbieter als eine der OÖ Landesregierung nach dem Oö. Wettgesetz.

Admiral ist eine der sichtbarsten Marken im österreichischen Wettmarkt, mit Annahmestellen und Wettterminals, die in vielen Trafiken und Wettannahmestellen zu finden sind. Was sich daraus ergibt: Admiral ist die Wahl für den Wettkunden, der eine österreichische Marke mit landesweiter Präsenz sucht und die Oö. Regelung zu Live-Wetten und Einsatzlimits akzeptiert. Welche Limits in Oberösterreich aktuell gelten, ist im Detail zu prüfen — das Wettgesetz des Landes setzt sie, der Anbieter wendet sie an.

Merkur Bets: Ehemaliges Cashpoint unter neuem Namen

Merkur Bets ist die österreichische Sportwetten-Marke der Merkur Group, die bis Juni 2025 unter dem Namen Cashpoint Sportwetten auftrat. Das Unternehmen sitzt in Gerasdorf bei Wien und wurde 1996 gegründet. Die Bewilligung ist im Impressum der Webseite für interessierte Wettkunden ausgewiesen.

Was sich daraus ergibt: Merkur Bets ist die Wahl für den Wettkunden, der eine österreichische Marke mit langer Geschichte sucht. Wer die Bewilligung im Detail prüfen will, muss das Impressum der aktuellen Seite lesen — der Anbieter veröffentlicht sie nicht prominent. Die App bietet Live- und Vorab-Wetten, Cashout sowie Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten, Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia.

Vierklee: Tiroler Bewilligung mit klarer Rechtsgrundlage

Vierklee nennt im Impressum die Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 des Amtes der Tiroler Landesregierung und das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz als anwendbare Rechtsvorschrift. Das ist die seltene Konstellation, dass ein Anbieter Lizenz und Gesetz mit Aktenzahl nennt.

Eine Eckfahne am Rand eines Rasenplatzes, dahinter ein leeres Stadion unter Flutlicht aus der Ferne gesehen.
Ein Fußballspiel dauert normalerweise zwei Halbzeiten zu je 45 Minuten mit einer Halbzeitpause von höchstens 15 Minuten.

Was sich daraus ergibt: Vierklee ist die Wahl für den Wettkunden, der eine klar dokumentierte Tiroler Bewilligung schätzt. Wer die Bewilligung prüfen will, kann sie anhand der Aktenzahl beim Amt der Tiroler Landesregierung verifizieren. Die Marke ist klein gegenüber den großen Namen, aber ihre Bewilligung ist offen einsehbar.

Starsportwetten: Breites Wettprogramm mit undurchsichtiger Bewilligung

Starsportwetten gehört zur Star Sportwetten GmbH und bietet nach eigener App-Beschreibung Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts, über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern sowie bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Das ist ein breites Wettprogramm, das über die typischen Hauptmärkte hinausgeht.

Die Bewilligung ist im Impressum ausgewiesen. Wettkunden, die ein breites Wettprogramm mit vielen Ligen und Live-Spielen suchen, finden hier eine Option. Wer die Bewilligung prüfen will, muss das Impressum lesen und die Angaben mit der zuständigen Landesregierung abgleichen.

Bets.io: Offshore ohne österreichische Bewilligung

Bets.io nennt eine Anjouan-Lizenz mit der Nummer ALSI-202410047-FI2. Das ist keine österreichische Lizenz: keine österreichische Behörde führt Aufsicht über das Produkt, keine österreichische Sperre greift dort, keine österreichische Stelle ist Ansprechpartner bei einer Beschwerde. Dieser Anbieter richtet sich an Wettkunden, die mit einer ausländischen Lizenz wetten. Welche Märkte und Limits gelten, bestimmen die Bedingungen des Anbieters.

Die Frage, ob eine ausländische Lizenz in Österreich rechtmäßig genutzt werden kann, ist nicht abschließend geklärt. Eine ausdrückliche Strafnorm für den Wettkunden, der bei einem ausländischen Anbieter wettet, existiert bisher nicht. Wer bei Bets.io wettet, sollte wissen, dass die Spielsucht-Hilfe und die österreichische Selbstsperre dort nicht greifen.

Hahaspin: Offshore-Anbieter mit Anjouan-Lizenz

Hahaspin nennt als Betreiber „Win Top Ltd“ und die Anjouan-Offshore-Finance-Authority-Lizenz mit der Nummer ALSI-202509029-FI1, dieselbe Nummer steht in der Copyright-Zeile des Footers. Auch das ist keine österreichische Lizenz. Dieser Anbieter richtet sich an Wettkunden, die mit einer Offshore-Lizenz wetten. Wer die Lizenz prüfen will, kann die Nummer bei der Anjouan-Behörde nachschlagen.

Tiki Taka: Offshore-Anbieter mit Live-Fokus

Tiki Taka bietet Live-Wetten auf Fußball, Tennis, Tischtennis, Basketball, Eishockey, American Football und Baseball, die Webseite steht unter anderem auf Deutsch zur Verfügung, der Support per Live-Chat und E-Mail ist rund um die Uhr angegeben. Eine österreichische Bewilligung nennt der Anbieter nicht. Was sich daraus ergibt: Tiki Taka ist die Wahl für den Wettkunden, der Live-Wetten auf mehrere Sportarten sucht und die Bedingungen eines Offshore-Anbieters akzeptiert.

Slotuna: Offshore-Anbieter mit Bonusstruktur

Slotuna nennt eine Anjouan-Lizenz mit der Nummer ALSI-152406028-FI2. Beim Sport-Erstbonus gilt für Kombiwetten eine Mindestquote von 1,5 je Auswahl, der Umsatz ist innerhalb von 30 Tagen nach der ersten Einzahlung zu erfüllen, pro Wette zählen höchstens 50 € zum Umsatz, Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind nicht bonusberechtigt. Auch das ist keine österreichische Lizenz.

Was sich daraus ergibt: Slotuna ist die Wahl für den Wettkunden, der einen Offshore-Anbieter mit klar formuliertem Bonusprogramm sucht. Die Mindestquote von 1,5 pro Auswahl bei Kombiwetten ist niedrig, das Wettlimit von 50 € pro Wette zum Umsatz eng — wer den Bonus mit höheren Einsätzen freispielen will, sieht die Obergrenze als Bremse.

Überblick: Was eine Fußballwette in Österreich ist

Die Grundlagen, auf die sich ein Wettschein bezieht

Ein Fußballspiel dauert normalerweise zwei Halbzeiten zu je 45 Minuten mit einer Halbzeitpause von höchstens 15 Minuten; der Schiedsrichter verlängert die Spielzeit um die durch Unterbrechungen verlorene Zeit. Eine Fußballmannschaft besteht aus elf Spielern, davon zehn Feldspieler und ein Torwart; hat ein Team weniger als sieben Spieler auf dem Feld, darf das Spiel nicht begonnen oder fortgesetzt werden. Bei Wettbewerbsspielen sind maximal fünf Auswechslungen erlaubt; ausgewechselte Spieler dürfen nicht wieder eingewechselt werden. Was sich daraus ergibt: Wer auf ein Fußballspiel wettet, wettet auf 90 Minuten plus Nachspielzeit — Verlängerung und Elfmeterschießen zählen nur in K.-o.-Runden, wenn sie zur Entscheidung nötig sind.

Ein Fußballtor ist innen 7,32 m breit, die Unterkante der Querlatte liegt 2,44 m über dem Boden. Das übliche Spielfeld ist 68 × 105 m, das bei Länderspielen seit 2008 vorgeschrieben ist. Wettkunden, die auf österreichische Bundesligaspiele setzen, wetten auf ein Spiel, dessen genaue Maße im Reglement des österreichischen Verbandes festgelegt sind.

Was passiert, wenn das Spiel unterbrochen wird

Ist ein Fußballplatz unbespielbar oder das Spiel nicht ordnungsgemäß durchführbar, kann der Schiedsrichter das Spiel absagen oder abbrechen. Fällt das Flutlicht aus, wird unterbrochen und nach meist 30 Minuten ohne Behebung des Fehlers abgesagt. Wettkunden sollten prüfen, wie der jeweilige Anbieter mit Spielabbrüchen verfährt — üblich ist die Erstattung oder die Auswertung nach dem Zeitpunkt des Abbruchs, sofern eine bestimmte Spielzeit erreicht wurde.

Die Grundregeln im Fußball

Das International Football Association Board berät und beschließt Regeländerungen im Fußball und besteht aus Vertretern der vier britischen Verbände und vier FIFA-Vertretern. Wettkunden, die weltweit auf Fußball setzen, wetten auf Spiele nach einheitlichen Grundregeln — die Auslegung kann zwischen den Verbänden leicht variieren, die Struktur bleibt jedoch stabil.

Rechtliche Lage: Warum Österreich keine nationale Lizenz hat

Das Wettgesetz der Länder

In Österreich ist Sportwetten kein Glücksspiel im bundesrechtlichen Sinn: Der Verwaltungsgerichtshof hat am 2. Juli 2015 (Ro 2015/16/0019) den klassischen Sportwett-Tipp als Geschicklichkeitsspiel außerhalb des Glücksspielgesetzes eingeordnet. Was sich daraus ergibt: Es gibt keine bundesrechtliche Konzession, keinen nationalen Regulator, keine nationale Liste der Buchmacher und keine nationale Sperrdatei für Sportwetten.

Die Annahme von Sportwetten braucht eine Bewilligung des Landes, in dem der Anbieter den Wettbetrieb ausübt. Jedes der neun Bundesländer hat ein eigenes Wettgesetz und eine eigene Bewilligungsbehörde: Niederösterreich das NÖ Wettgesetz (LGBl. Nr. 58/2020) mit der NÖ Landesregierung als Behörde, Wien das Wiener Wettengesetz (LGBl. Nr. 26/2016) mit dem Magistrat, Oberösterreich das Oö. Wettgesetz, Tirol das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Welches Gesetz für welchen Anbieter gilt, hängt davon ab, von wo aus der Anbieter die Daten bereitstellt — der VwGH hat am 9. April 2026 (Ra 2025/02/0037) den Serverstandort als Anker für das Oö. Wettgesetz bestätigt.

Was gewettet werden darf

Was gewettet werden darf, regelt das Wettgesetz des jeweiligen Landes. Sportereignisse sind in Wien erlaubt, Wetten auf Politik oder TV-Shows in der Regel nicht. Wetten auf virtuelle oder aufgezeichnete Rennen sind Glücksspiel, keine Sportwette, und können nicht von einem Land bewilligt werden — wer auf „virtuelle Pferderennen“ wettet, wettet auf ein Glücksspielprodukt, nicht auf eine Sportwette. Über esports-Wetten informieren sich Wettkunden am besten direkt im Wettprogramm der Anbieter.

Einsatzlimits und Live-Wetten

Die Länder setzen unterschiedliche Limits: 500 € pro Wette in Oberösterreich und Niederösterreich, 50 € pro Wette an Terminals ohne Counter in Wien. Für Online-Wetten anderswo ist die Lage nicht abschließend festgestellt. Was sich daraus ergibt: Wer eine Live-Wette über 500 € platzieren will, sollte prüfen, ob das Land, dessen Wettgesetz gilt, das erlaubt.

Live-Wetten sind in Wien nur auf Teilergebnisse oder das Endergebnis erlaubt, in Oberösterreich auf numerische Zwischen- oder Endergebnisse oder auf den nächsten Torschützen. Für Niederösterreich sind die Regelungen in den jeweiligen Wettordnungen der Anbieter ersichtlich. Eine Live-Wette, die in einem Land erlaubt ist, kann in einem anderen gegen das Wettgesetz verstoßen — die Landesregelung zählt.

Wer eine Bewilligung nennt

tipp3 nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung. win2day Sportwetten nennt eine Bewilligung der NÖ Landesregierung — die Lotterie- und Casino-Spiele laufen unter der bundesrechtlichen GSpG-Konzession, ein anderes Regime. Admiral nennt eine Bewilligung der OÖ Landesregierung. Vierklee nennt die Tiroler Buchmacherlizenz IIa.10.065/144-0 und das Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Welche Bewilligung Merkur Bets und Starsportwetten im Detail nennen, ist den jeweiligen Impressum-Angaben zu entnehmen — eine Land-Bewilligung liegt vor, der Bescheid ist für Kunden dort einsehbar.

Welche anderen Marken in Österreich eine Land-Bewilligung halten, ist von Anbieter zu Anbieter individuell zu prüfen. Wer die Bewilligung eines Anbieters verifizieren will, liest das Impressum und gleicht die Angaben direkt mit der zuständigen Landesregierung ab. Wer keine Bewilligung explizit nennt, sollte das als Hinweis auf die fehlende Land-Bewilligung verstehen.

Offshore-Anbieter: Wo die Lage offen ist

Die Frage, ob eine ausländische Lizenz in Österreich rechtmäßig genutzt werden kann, ist nicht abschließend geklärt. Es gibt keine ausdrückliche Strafnorm für den Wettkunden, der bei einem ausländischen Anbieter wettet. Die VwGH-Rechtsprechung zur Anbindung an das Wettgesetz des Landes über den Serverstandort lässt jedoch erwarten, dass ein Anbieter ohne Land-Bewilligung, der aus dem Ausland Daten nach Österreich liefert, gegen das Wettgesetz des betroffenen Landes verstößt — gegen den Anbieter, nicht gegen den Kunden.

Was sich daraus ergibt: Wer bei einem Offshore-Anbieter wettet, wettet ohne österreichische Bewilligung des Anbieters und ohne österreichische Aufsicht. Die Malta-Lizenz, die Gibraltar-Lizenz, die Curaçao-Lizenz und die Anjouan-Lizenz sind ausländische Lizenzen, keine österreichischen — keine österreichische Behörde prüft das Produkt, keine österreichische Sperre greift, keine österreichische Stelle ist Beschwerdepartner.

Wettgebühr: Wer 5 % zahlt

Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Wettgebühr von 5 %. Die Rechtsgrundlage ist § 33 TP 17 Abs. 1 Z 1 GebG in der Fassung von BGBl. I Nr. 7/2025; die Gebühr beträgt 2 % vom 1. Oktober 2005 bis zum 31. März 2025, 5 % seit dem 1. April 2025. Bemessungsgrundlage ist der Wetteinsatz; die Gebühr schuldet, wer gewerbsmäßig die Wette abschließt oder vermittelt, nicht der Wettkunde.

Was sich daraus ergibt: Die Wettgebühr zahlt der Anbieter an das Finanzamt, nicht der Wettkunde an den Anbieter. Ob der Anbieter die Gebühr an den Wettkunden weitergibt, ist seine Entscheidung — er kann sie in die Quote einpreisen, vom Gewinn abziehen oder selbst tragen. tipp3 trägt sie nach eigener Angabe bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 % des Gewinns bei gewonnenen Wetten ab. Welche Regelung die anderen Anbieter anwenden, ist im jeweiligen Bedingungswerk zu prüfen.

„Ohne Wettsteuer“ ist keine Aussage über die Steuer, sondern über die Weitergabe. Wer „ohne Wettsteuer“ wirbt, sagt, dass er die Gebühr selbst trägt und nicht an den Wettkunden weitergibt. Was sich daraus ergibt: Die Wettgebühr fällt bei jeder Wette an, die in Österreich platziert wird — die Frage ist nur, wer sie zahlt.

Spielerschutz: Selbstsperre, Spielpause und Hilfsangebote

Was die Anbieter anbieten

tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten — das Guthaben bleibt im Konto, die Pause ist nach dem Start nicht aufhebbar. Die Selbstsperre bei tipp3 läuft 1, 2 oder 3 Jahre, das Guthaben wird auf das verknüpfte Bankkonto überwiesen, die Sperre ist nach dem Start nicht aufhebbar. Bei win2day gilt das eigene Einzahlungslimit: 250 € pro Woche bis zum Alter von 26 Jahren, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahren, auf Antrag erhöhbar, Gewinne zählen nicht zum Limit.

Eine Sanduhr steht auf einem Holztisch, im Hintergrund ein unscharfes Fenster mit goldenem Abendlicht.
tipp3 bietet eine Spielpause von 1, 3 oder 6 Monaten sowie eine Selbstsperre von 1, 2 oder 3 Jahren.

Was sich daraus ergibt: Die Schutzfunktionen sind je Anbieter unterschiedlich — wer die Bedingungen prüft, bevor er ein Konto eröffnet, sieht, was im Ernstfall greift und was nicht. Die Mindestaltersgrenze für Sportwetten liegt in Wien und Oberösterreich bei 18 Jahren.

Kein bundesweites Sperrregister

Es gibt in Österreich kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten. Die Sperre gilt jeweils beim Anbieter, bei dem sie ausgesprochen wird — wer bei tipp3 gesperrt ist, kann bei win2day ein Konto eröffnen, wenn die Sperre dort nicht ausgesprochen wird. Die Reform 2026 — Stand 14.10.2026 noch im Gesetzgebungsprozess — sieht ein Sperrregister für Glücksspiel nach dem GSpG vor; Sportwetten sind nicht Teil davon.

Was sich daraus ergibt: Wer sich selbst sperren lassen will, muss den Lock bei jedem Anbieter aussprechen, bei dem er ein Konto hat oder haben könnte. Eine einzelne Sperre deckt nicht alle Anbieter ab.

Hilfsangebote

Wer Probleme mit dem Spielen entwickelt, findet Hilfe bei der Spielsucht-Beratung. Die österreichische Anlaufstelle ist playsponsible.at — die Seite wird von der Branche getragen, bietet aber eine erste Orientierung und Verweise auf weiterführende Hilfsangebote. Wer sich Sorgen macht, sollte bei ersten Anzeichen den Kontakt zu einer Beratungsstelle suchen — der erste Schritt ist meist ein einfacher Anruf oder eine Mail.

Neukundenangebote: Was ein Bonus tatsächlich kostet

Was ein Bonus ist

Ein Neukundenangebot ist eine Gutschrift des Anbieters auf das Wettkonto, meist in Form eines Prozentsatzes der ersten Einzahlung. Der Anbieter verspricht einen Bonus, der Wettkunde muss Bedingungen erfüllen, bevor er den Bonus und den Gewinn daraus auszahlen kann. Was sich daraus ergibt: Ein Bonus ist eine Wette mit Bedingungen — die Bedingungen machen den Unterschied zwischen einem Bonus, der sich rechnet, und einem Bonus, der nur nach Bonuszahlung aussieht.

Ein Taschenrechner und ein Bleistift liegen auf einem Papierblock mit handschriftlichen Strichen, Licht einer Schreibtischlampe.
Seit dem 1. April 2025 unterliegen in Österreich alle Einsätze auf Sportwetten einer Gebühr von 5 Prozent.

Die Bedingungen, die zählen

Drei Bedingungen bestimmen, was ein Bonus kostet: die Umsatzbedingung, die Mindestquote und die Frist. Die Umsatzbedingung gibt an, wie oft der Bonusbetrag umgesetzt werden muss, bevor er ausgezahlt werden kann. Die Mindestquote gibt an, ab welcher Quote eine Wette zum Umsatz zählt. Die Frist gibt an, wie lange der Wettkunde Zeit hat, die Umsatzbedingung zu erfüllen.

Was sich daraus ergibt: Wer einen Bonus mit 5-fachem Umsatz und 30 Tagen Frist annimmt, muss in 30 Tagen das Fünffache des Bonusbetrags wetten, mit Wetten ab der Mindestquote — wer das nicht schafft, verliert den Bonus und oft auch den Gewinn daraus. Bei Slotuna ist die Regelung im Detail: Mindestquote 1,5 pro Auswahl bei Kombiwetten, 30 Tage Frist, maximal 50 € pro Wette zählen zum Umsatz, Einzahlungen per Skrill oder Neteller sind nicht bonusberechtigt.

Warum „risikofrei“ relativ ist

Ein Anbieter, der eine Wette als „risikofrei“ bewirbt, erstattet in der Regel den Einsatz als Gratiswette, nicht in bar. Was sich daraus ergibt: Der Wettkunde sieht nach einer verlorenen Wette eine Gratiswette auf dem Konto, keine Auszahlung. Die Gratiswette unterliegt den Bedingungen des Anbieters — Mindestquote, Frist, Märkte. „Risikofrei“ heißt nicht, dass nichts passiert, sondern dass der Einsatz in eine Gratiswette umgewandelt wird.

Zahlungsabwicklung: Was die Methoden kosten

Was der Wettkunde hinterlegt

Die meisten Anbieter akzeptieren Banküberweisung, Kreditkarte und E-Wallets wie Skrill oder Neteller; einige akzeptieren PayPal, einige Kryptowährungen. Welche Methoden ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Entscheidung und im Zahlungsbereich der Seite zu prüfen. Was sich daraus ergibt: Wer mit PayPal einzahlen will, prüft vor der Kontoeröffnung, ob der Anbieter PayPal akzeptiert — wer mit Kreditkarte einzahlt, achtet auf mögliche Gebühren der Kreditkartenfirma.

Eine Brieftasche und ein Smartphone mit dunklem Display liegen auf einem kleinen Café-Tisch neben einer Tasse.
Für win2day Sportwetten gilt ein Einzahlungslimit: bis zum Alter von 26 Jahren maximal 250 € pro Woche, ab 26 Jahren maximal 1.680 € pro Kalendermonat.

Auszahlung: Wie lange es dauert

Die Auszahlungsdauer hängt vom Anbieter und der Methode ab. Banküberweisungen dauern in der Regel ein bis drei Werktage, E-Wallets oft schneller, Kreditkarten zwischen drei und fünf Werktagen. Was sich daraus ergibt: Wer sein Geld schnell haben will, wählt eine E-Wallet; wer auf Nummer sicher gehen will, wählt die Banküberweisung mit längerer Wartezeit, aber breiterer Akzeptanz.

Limits: Was der Anbieter zulässt

Einzahlungslimits sind je Anbieter unterschiedlich. win2day setzt eigene Limits: 250 € pro Woche bis 26 Jahre, 1.680 € pro Kalendermonat ab 26 Jahre. Andere Anbieter setzen keine gesetzlichen Mindest- oder Höchstbeträge, sondern eigene. Was sich daraus ergibt: Wer ein hohes Limit braucht, prüft vor der Einzahlung, ob der Anbieter das zulässt — und ob das eigene Konto dafür freigeschaltet ist.

Gebühren: Wer zahlt

Gebühren auf Ein- und Auszahlungen trägt je nach Anbieter der Wettkunde oder der Anbieter. Kreditkartenfirmen erheben teilweise eigene Gebühren, E-Wallets wie Skrill oder Neteller ebenfalls. Was sich daraus ergibt: Wer auf Gebühren achtet, liest das Kleingedruckte der Zahlungsmethode und der Anbieterbedingungen — eine „kostenlose“ Einzahlung kann eine kostenpflichtige Auszahlung sein.

Mobile Wett-Apps: Was eine App leistet — und was nicht

Die App als weiterer Zugang

Eine Wett-App ist ein weiterer Zugang des Anbieters, kein anderes Produkt. Wer bei einem Anbieter ein Konto hat, kann in der App mit denselben Quoten, denselben Märkten und denselben Bedingungen wetten wie auf der Webseite. Was sich daraus ergibt: Eine App ändert die Quoten nicht. Sie ändert die Bedienung — der Wettschein ist auf einem Touchscreen schneller oder langsamer zu erreichen, je nach App.

Was bei der Bedienung zählt

Bei einer Wett-App zählen Übersicht, Ladezeit und die Bedienung des Wettscheins. Die Übersicht zeigt, welche Sportarten und Ligen verfügbar sind, ohne dass der Wettkunde suchen muss. Die Ladezeit zwischen Klick und Quotenanzeige entscheidet, ob eine Live-Wette noch lohnend ist. Die Bedienung des Wettscheins — Einsatz, Quote, Bestätigung — entscheidet, ob eine Wette in der Hektik eines Spiels noch platziert werden kann.

Was sich daraus ergibt: Wer eine App für Live-Wetten sucht, probiert sie vor dem Echtgeld-Einsatz mit einem Test oder kleinen Einsätzen aus. Wer eine App für Vorab-Wetten sucht, achtet auf die Übersicht über Ligen und Märkte.

Was die großen Marken bieten

Die Merkur-Bets-App bietet Live- und Vorab-Wetten, Cashout, Einzel-, Kombi-, System- und Mehrwegwetten, Fußball, Basketball, Tennis, American Football, Formel 1 und Olympia. Starsportwetten bewirbt nach App-Beschreibung Fußball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, American Football, Baseball, Volleyball, Rugby und Darts, über 200 Fußballligen aus mehr als 80 Ländern und bis zu 10.000 Live-Spiele pro Monat. Was sich daraus ergibt: Die beiden Apps sind auf Volumen ausgelegt; wer eine App für Spezialmärkte sucht, prüft das Wettprogramm vor der Installation.

Was eine App nicht leistet

Eine App leistet keine eigenen Quoten, keinen eigenen Bonus und keine eigene Sicherheit. Die Sicherheit hängt vom Anbieter ab, vom Passwort, von der Zwei-Faktor-Authentifizierung, falls angeboten. Was sich daraus ergibt: Wer eine App installiert, installiert den Zugang zu einem bestehenden Anbieter — die Sicherheitsfragen sind die des Anbieters, nicht der App.

Häufige Fragen zu Fußballwetten in Österreich

Wie funktioniert eine Fußballwette, und wie ergibt sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?

Der Wettkunde wählt ein Spiel und eine Wettart — etwa Heimsieg im Spiel Österreich gegen Deutschland — und gibt seinen Einsatz ein. Die Quote, die der Anbieter anzeigt, multipliziert mit dem Einsatz, ergibt die Brutto-Auszahlung bei einem Gewinn: 50 € Einsatz auf Quote 2,50 ergeben 125 € zurück, davon 75 € Gewinn. Wer eine Kombiwette spielt, multipliziert die Quoten der einzelnen Wetten miteinander — die kombinierte Quote auf zwei Spiele mit 2,00 und 3,00 ist 6,00, was bei 10 € Einsatz 60 € zurückbringt.

Wo kann gewettet werden, und welche Bewilligung hat ein Anbieter nach dem Wettgesetz seines Bundeslandes?

Gewettet werden kann bei Anbietern, die eine Bewilligung des jeweiligen Bundeslandes haben — tipp3 und win2day nach dem NÖ Wettgesetz, Admiral nach dem Oö. Wettgesetz, Vierklee nach dem Tiroler Buchmacher- und Totalisateurgesetz. Welche Bewilligung genau gilt, ist im Impressum des Anbieters zu finden: tipp3 nennt die Aktenzahl IVW1-Wett-47/001-2020 der NÖ Landesregierung, Vierklee nennt die Aktenzahl IIa.10.065/144-0 der Tiroler Landesregierung. Anbieter ohne österreichische Bewilligung laufen unter einer ausländischen Lizenz — was keine österreichische Aufsicht bedeutet.

Was bedeutet „ohne Wettsteuer“, und wer trägt die Wettgebühr von 5 %?

Die Wettgebühr von 5 % fällt auf jeden Wetteinsatz in Österreich an und wird vom Anbieter an das Finanzamt abgeführt, nicht vom Wettkunden. „Ohne Wettsteuer“ bedeutet, dass der Anbieter die Gebühr selbst trägt und nicht an den Wettkunden weitergibt. tipp3 trägt sie bei verlorenen Wetten selbst und zieht 5 % des Gewinns bei gewonnenen Wetten ab — andere Anbieter handhaben es ähnlich, aber im Detail unterschiedlich. Die Frage ist also nicht, ob die Gebühr anfällt, sondern wer sie zahlt.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote gelten bei einem Neukundenbonus, und wird der Einsatz einer Gratiswette zurückgezahlt?

Die Umsatzbedingung sagt, wie oft der Bonus umgesetzt werden muss, bevor er ausgezahlt werden kann — oft zwischen drei- und zehnmal. Die Mindestquote sagt, ab welcher Quote eine Wette zum Umsatz zählt — oft zwischen 1,50 und 2,00. Die Frist sagt, wie lange der Wettkunde Zeit hat, oft 30 Tage. Bei einer Gratiswette wird der Einsatz in der Regel nicht zurückgezahlt — eine Gratiswette auf Quote 3,00 mit 10 € Einsatz bringt 20 € Gewinn, nicht 30 €.

Wie lässt sich die Marge in den Quoten auf den Weltmeister 2026 berechnen?

Die Marge ist das, was der Anbieter vom Markt einbehält. Sie berechnet sich als 1 minus die Auszahlungsquote des Marktes. Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. Ein Beispiel: Eine typische 1X2-Wette bietet die Quoten 2,10 für Heimsieg, 3,40 für Unentschieden und 3,60 für Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt dann zwischen etwa 92 % und 94 %, die Marge entsprechend zwischen etwa 6 % und 8 % — die Marge ist der Anteil, den der Anbieter langfristig pro Euro Einsatz behält.

Wie funktionieren Spielpause und Selbstsperre, und gibt es ein bundesweites Sperrregister?

Die Spielpause ist eine befristete Sperre, die das Konto für eine bestimmte Dauer deaktiviert — tipp3 bietet 1, 3 oder 6 Monate. Die Selbstsperre ist eine längere Sperre, oft 1 bis 3 Jahre. Beide gelten jeweils beim Anbieter, bei dem sie ausgesprochen werden — es gibt in Österreich kein bundesweites Sperrregister für Sportwetten. Wer sich selbst sperren lassen will, muss die Sperre bei jedem Anbieter aussprechen, bei dem er ein Konto hat oder haben könnte. Die Reform 2026 sieht ein Sperrregister für Glücksspiel nach dem GSpG vor, Sportwetten sind nicht eingeschlossen.

Gratiswetten: Wird der Einsatz zurückgezahlt?

Eine Gratiswette (FreeBet) ist eine Wette, deren Einsatz der Anbieter trägt, nicht der Wettkunde. Gewinnt die Wette, wird der Gewinn ausgezahlt — der Einsatz nicht. Was sich daraus ergibt: Eine Gratiswette auf eine Quote von 3,00 mit einem Einsatz von 10 € bringt bei einem Gewinn 20 € Gewinn (10 € × (3,00 − 1)), nicht 30 €. Der Einsatz von 10 € ist verloren.

Der Wert einer Gratiswette ist daher Quote minus 1, multipliziert mit dem Einsatz, geteilt durch die Quote — und das multipliziert mit der Auszahlungsquote des Marktes. Was sich daraus ergibt: Eine Gratiswette auf eine Quote von 1,50 ist etwa die Hälfte dessen wert, was eine Gratiswette auf eine Quote von 3,00 einbringt — der Einsatz wird nicht zurückgezahlt, der Gewinn ist also kleiner.

Dieser Beitrag wurde vom Team von Fußballwetten AT erstellt.

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